Tags

Stadtentwicklung

Ein Besuch der Delmenhorster Innenstadt soll ein Erlebnis sein. Es müssen Grundlagen dafür geschaffen werden, dass die Stadtmitte nicht von Investoren abhängig, sondern der Besuch an sich reizvoll ist. Dazu gehört die Schaffung von begrünten und bewirtschafteten Ruhezonen in der Innenstadt. Durch ein einladendes Ambiente werden Touristen angesprochen und zu wiederholten Besuchen animiert. Dazu gehört ebenfalls der kostenlose Zugang zu ausreichend sanitären Einrichtungen. Eine Umsetzung kann in Anlehnung an das Projekt „Nette Toilette“ in Bremen erfolgen. Wir fordern auch die flächendeckende Einführung der „Brötchentaste“, die die Innenstadt für Autofahrer attraktiver macht.

Cramerstrasse (cc by Eva Freude)Cramerstrasse (cc by Eva Freude)In Delmenhorst fehlen innovative Einzelhandelskonzepte, die der Innenstadt insgesamt ein Alleinstellungs merkmal verschaffen. Nicht die hundertste Filiale einer Modekette bewegt die Menschen dazu, aus dem Umland in die Delmenhorster Innenstadt zu kommen, sondern die Angebote des spezialisierten Einzelhandels, die es woanders in dieser Form nicht gibt. Wir fordern, dass die brachliegende „Hertie“-Immobilie durch den Einsatz aller der Stadt zur Verfügung stehenden Möglichkeiten belebt wird. Wir streben dort ein attraktives Shop-in-Shop-Konzept an, das es jungen und innovativen Einzelhandelskonzepten ermöglicht, sich zu etablieren.

Das Kino und das Bowlingcenter könnten die Ankerpunkte einer Erlebnismeile „Jute-Center“ sein. Zwischen diesen beiden Orten sollten sich idealerweise mehrere gastronomische und kulturelle Betriebe ansiedeln, die ein breites Spektrum an Unterhaltung für alle Bevölkerungsschichten anbieten. Der Bereich des ehemaligen Supermarkts wird nach unseren Vorstellungen zu einer Veranstaltungshalle für Konzerte, Kleinkunst oder auch Messen und Gastspiele umgebaut. Die Parkplätze auf dem Dach des Jute-Centers werden zukünftig für spezielle Events wie Eislauf, Streetsoccer oder auch einen großen Beachclub genutzt und entsprechend bewirtschaftet, soweit es die baurechtlichen Vorgaben zulassen. Insgesamt wird so ein neuer Mittelpunkt in der Innenstadt geschaffen, der durch seine Nähe zum Bahnhof und die guten Verkehrsanbindungen auch Menschen aus der Umgebung anzieht.

In die ehemalige Markthalle soll nach einer Wiederherstellung der Bausubstanz ein ansprechender gastronomischer Betrieb der gehobenen Klasse einziehen. Hier könnte zusammen mit den bereits vorhandenen Betrieben eine neue Achse entstehen. Die Bewirtschaftung der Außenbereiche in der Stadtmitte ist grundsätzlich zu fördern, wofür wir uns einsetzen werden.