Bildung

Bildung beginnt im Kindergarten. Die Piratenpartei Delmenhorst unterstützt daher die Einrichtung von Kindergartenplätzen für alle Kinder und die Förderung von bilingualen Kindergärten. Es ist erwiesen, dass mehrsprachige Kinder toleranter sind und keineswegs schlechter die deutsche Sprache erlernen. Für den Standort Delmenhorst bedeutet dies langfristig die Möglichkeit zur besseren Integration und Verminderung der Distanzen zwischen den Bevölkerungsgruppen.

Schulkinder (cc by Eva Freude)

Da sich die Piratenpartei für die Trennung von Kirche und Staat einsetzt, müssen Schulen und Kindergärten weltanschaulich neutrale Räume sein. Betreiber und Träger solcher Einrichtungen sind entsprechend auszuwählen.

Wir schlagen vor, dass die Anmeldung an Schulen zukünftig auch online über ein zertifiziertes und sicheres Portal erfolgen kann, um so die verwaltungstechnischen Arbeiten zu vereinfachen. Ferner fordern wir, dass es auch zukünftig für Grundschulen festgelegte und verlässliche Schulbezirke gibt, die eine gleichmäßige Auslastung ermöglichen.

Um die Kommunikation zwischen dem Lehrpersonal und den Eltern zu verbessern, schlagen wir vor, dass jede Lehrperson eine öffentliche E-Mailadresse bekommt, über die Kontakt aufgenommen werden kann. Des Weiteren soll die Stadt Delmenhorst die Schulen bei der Einrichtung eines eigenen Webauftritts mit Informationen über das Schulleitbild unterstützen, um den Eltern die Möglichkeit zu geben, sich eine eigene Meinung über die Arbeit in den Schulen zu bilden. Darüber hinaus setzen wir uns für die Erweiterung von Hospitationsmöglichkeiten für engagierte Eltern im Unterricht ein.

Um in der allgemeinen Förderung von selektiv Begabten und geistig / körperlich benachteiligten Schülern (Inklusion) weitere Fortschritte erreichen zu können, fordern wir die Erhöhung der Gelder sowie der Stellen von Sozialpädagogen. Fachpersonal ist auch im Sinne der Chancengleichheit unersetzlich an Delmenhorster Schulen.

Wir fordern eine rasche Umsetzung der Einführung von Oberschulen mit Gymnasialzweig. Durch den demografischen Wandel, der sinkende Schülerzahlen zur Folge hat, kann das dreigliedrige Schulsystem in der derzeitigen Form nicht bestehen bleiben: Hauptschulen fehlen Anmeldungen und Gymnasien müssen bereits Außenstellen betreiben. Oft ist nach vier Grundschuljahren noch nicht eindeutig festzustellen, auf welche weiterführende Schule ein Kind gehört, weshalb der freie Elternwille erhalten bleiben sollte. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) leistet bereits einen wertvollen Beitrag zur „Verlängerung“ der Entscheidungszeit, allerdings vereint eine Oberschule mit Gymnasialzweig die Vorteile der IGS und des dreigliedrigen Schulsystems. Durch den gemeinsamen Unterricht und die Unterbringung in einem Schulgebäude werden Vorurteile abgebaut, kooperative Lernformen gefördert und Kosten für z. B. eigene Cafeterien eingespart. Durch höhere Schülerzahlen wäre das Zustandekommen von Arbeitsgemeinschaften und ein breiteres Fächerangebot einfacher möglich als bisher. Durch das größere Lehrerkollegium bestehend aus Haupt-, Realschul und Gymnasiallehrern ist ein besserer Austausch und eine stabilere Unterrichtsversorgung möglich.