Arbeitsweise und Tools

Die Mitglieder der Piratenpartei treffen sich nicht nur auf den regelmäßig stattfindenden Stammtischen und bei Treffen vor Ort wie z.B. auf Parteitagen, sondern auch im Netz. Piraten sind für ihre intensive Internet-Nutzung sprichwörtlich bekannt, schließlich sind viele Parteimitglieder mit dem Netz und dessen Möglichkeiten aufgewachsen. Entsprechend gerne setzen sie es zur Steigerung ihrer Effektivität bei der politischen Arbeit ein. Wichtig ist Piraten dabei, dass es sich möglichst um Freie Software handelt, denn die Piratenpartei unterstützt offene Standards und damit die Bildung und Verbreitung von frei verfügbarem Wissen.

Gute Werkzeuge sind immer willkommen

In einer basisdemokratischen Partei ist der Bedarf an Abstimmung bei der gemeinsamen Weiterentwicklung politischer Inhalte eine Herausforderung. Wer sich unter den webbasierenden Werkzeugen der Piraten bisher noch gar nichts vorstellen konnte, findet hier eine Beschreibung der wichtigsten Plattformen, die Piraten gerne einsetzen. Wer die Piraten gerne über diese Kanäle kennen lernen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen. Deshalb nennen wir zu den Werkzeugen auch gleich die wichtigsten Piratendaten. Es folgt nun eine Liste der wichtigsten Online-Werkzeuge, mit denen die Piraten täglich arbeiten, zusammen mit Beispielen wofür sich die jeweiligen Werkzeug am besten einsetzen lassen.

Idee finden, diskutieren, Meinung bilden, abstimmen, umsetzen

Die Werkzeuge für diese sehr unterschiedlichen Anforderungen sind natürlich auch sehr verschieden. Sie können der Ideen- oder Meinungsfindung dienen, der Diskussion von Sachverhalten, bei der Abstimmung im Team oder bei der Umsetzung geplanter Maßnahmen helfen, wobei jedes verwendete Werkzeug seine eigene Stärke hat. Häufig werden auch mehrere dieser Werkzeuge gleichzeitig eingesetzt, wie etwa der Voice-Chat Mumble in Verbindung mit dem Piratenpad. Während Texte im Pad erarbeitet werden, können die Teilnehmer per Voice-Chat über den Text diskutieren oder sich beim Schreiben abgesprochen. So entstehen in enger Zusammenarbeit binnen kürzester Zeit Konzeptansätze oder Materialsammlungen, ohne dass die Beteiligten ständig “auf Achse” sein müssen.

Häufig verwendete Kommunikationswerkzeuge

Piratenwiki – Daten- und Wissenssammlung der Partei

Das populärste Beispiel für ein Wiki ist wohl Wikipedia, die umfassende Online-Enzyklopädie. Ihr zugrunde liegt eine freie Software, mittels der viele Nutzer gemeinsam eine komplexe Website erstellen und pflegen können. Das Piratenpartei-Wiki ist ein große strukturierte Sammlung an Seiten, deren Inhalte vom Parteiprogramm über Materialsammlungen bis hin zu den eigenen Vorstellungen der Piraten auf ihren eigenen Benutzerseiten umfassen. Mehr dazu… 

Piratenpads – Werkzeug zur gemeinsamen Entwicklung von Texten

So genannte Etherpads oder in unserem Fall Piratenpads, sind Anwendungen für die kollaborative Arbeit an Texten. Innerhalb eines solches “Pads” können mehrere Autoren gleichzeitig an ein- und demselben Text arbeiten. Autorennamen und deren Texte sind dabei farblich gekennzeichnet, damit nachvollziehbar bleibt welcher Text von wem stammt. Parallel zum bearbeiteten Text stellt das Pad zusätzlich eine Chatfunktion bereit, über die sich die Autoren zusätzlich absprechen können. Zwischendurch lässt sich das Ergebnis speichern und es lassen sich jederzeit sämtliche Entwicklungsstufen des Textes nachvollziehen. Mehr dazu...

Mumble – Die Voice Plattform der Piraten

Im Zusammenhang mit der starken Verbreitung von Voice over IP-Lösungen sind Voice-Plattformen mit Konferenzfunktion wie z.B. “Skype” bekannt. Mumble ist grundsätzlich auch vergleichbar mit einer solchen Telefonkonferenz, allerdings steht den Nutzern in Mumble nicht nur ein Konferenzraum zur Verfügung, sondern eine ganze Serverplattform, bestehend aus vielen Räumen. Angepasst an die Struktur der Partei besteht aus verschiedenen Ebenen von Voice-Konferenzräumen. Neben den geografischen Regionen gibt es übergeordnete Räume zu Arbeitsgruppen, Servicegruppen, etc. auf Bundes-, Länder-, oder kommunaler Ebene. Mehr dazu…

Liquid Feedback – Abstimmungswerkzeug der Piratenpartei

In Liquid Feedback finden Abstimmungen statt, die verschiedene Stadien durchlaufen. Zunächst wird ein Antrag gestellt, indem eine Initiative für diesen Antrag gegründet wird. der eine Abstimmung durchlaufen muss, bevor es zur einer Abstimmung im Liquid Feedback kommt. Mehr dazu…

Doodle für Terminabsprachen

Um sich schnell und einfach auf Termine einigen zu können, legen Piraten ihre Termine meist per “Doodle” fest. Mit der freien Software lassen sich schnell und einfach Terminumfragen einrichten. Die Befragten bekommen lediglich einen Link zu einem für diesen Zweck erstellten Kalender führt und können dort ankreuzen, welche Termine sie bevorzugen. Entsprechend der Schnittmenge wird der günstigste Termin gefunden. Mehr dazu…

Twitter als News- und Informationsquelle

Viele Piraten sehen Twitter als eine unerlässliche Info-Quelle, gefiltert anhand der für Twitter üblichen Hash-Tags als Schlagworte. Andere Piraten twittern überhaupt nicht, auch das gibt es. Wie auch die anderen hier vorgestellten Kanäle ist auch Twitter kein “Muss” bei Piraten, aber es kann sehr praktisch sein, insbesondere wenn es um Geschwindigkeit und Aktualität geht. Neben einzelnen Piraten betreiben auch die Gliederungen der Piratenpartei auf Twitter viele offizielle Kanäle. Mehr dazu…

Die guten alten Mailinglisten

Von den vielen Mailinglisten wird rege Gebrauch gemacht. Es gibt aber immer noch den Bedarf, sonst würden sie längst nicht mehr genutzt, aber das Gegenteil ist der Fall. Ebenfalls gerne genutzt wird das Sync Forum, dort findet man die Listenmails, auch ohne die Listen abonniert zu haben. Mehr dazu…